Stern

Projekt Title: PART I

You&Me-isms / part I

ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe

Center for Art and Media Karlsruhe, Germany

Subraum_Kubus

Kurator: Peter Weibel

 

März 2010 bis Dezember 2010

Samstag/Saturday 7. August 2010, 21.00 und/and 22.00 Führungen/guided tour mit/with Boris Petrovsky im/in 'Subraum' ZKM.

 

Programmierung: Georg Nagel, Webdesign und Projektgrafik: Nina Martens

(stereomorph.net)


Website You&Me-isms, mit Archiv der Botschaften / contains the archiv of messages

Webcam Installation ZKM

You&Me-isms. Was weiss ich!

You&Me-isms im ZKM

 ZKM.de

Facebook ZKM

blog youandme-isms

 

HINWEIS: Aufgrund der besonderen baulichen Bedingungen kann der Subraum nicht betreten werden.

Die Installation kann sehr gut durch die Glasfassade wahrgenommen und interaktiv bespielt werden.

 

 

Danke an Claudia Becker (UdK Berlin und Vilém Flusser Archiv)

You&Me-isms

Kurzfassung

Auf historische Technologien wie optische Telegrafen, Telex oder Anzeigemedien wie die Nixie-Röhre rekurrierend,
ist You&Me-isms als Mediensystem eine Cyberpunk-Kommunikationsmaschine mit offensichtlichen Eigenheiten: 440 Neon-Leuchtzeichen sind zu einem 50m² großen, mehrschichtigen Teppich verwoben, der für die User zur interaktiv
bespielbaren Leuchtzeichen-Matrix wird. 
Über sms, twitter und Eingabe-Terminals können Botschaften mit bis zu 160 Zeichen eingegeben werden, die durch
sequentielles Aufleuchten der entsprechenden Zeichen in der Matrix gelesen werden können. Das Internet reagiert
mit einer Reply auf die Botschaften der User.

 

Die Botschaften erscheinen in den Neonröhren wie körperlich manifestiert, bevor sie sich als Lichterscheinungen

wieder auflösen. Dennoch bleibt die Spur der Information erhalten: Alle von den Usern eingegebene Botschaften

mit ihren darauf folgenden Web-Replies werden in einer Archiv-Datenbank gespeichert und vom System automati-

siert-zufällig in Pausen zwischen Botschaften erneut in der Matrix abgespielt. Das Archiv kann auf der Projekt-Web-

site eingesehen, bewertet und als virtuelle Simulation auf dem Monitor abgespielt werden.

 

Der Schreibprozess erfolgt räumlich und zeitlich nicht linear: Sämtliche Parameter werden via Zufallssteuerung bei
der Darstellung jeder Botschaft in Echtzeit variiert. Auf diese Weise entstehen nicht-vorhersehbare Layouts in unter-
schiedlichen Schriftarten und wechselnden Zeichen-Wort-Routen. Mit dem Akt der 'Zuschreibung' über Botschaften
verleihen die User dem Gewirr aus Material, Linien und Zeichen buchstäblich Struktur und wortsprachlichen Sinn
– oder Unsinn. Gleichzeitig überschreiben sie den sich im Aufleuchten offenbarenden Zeichenvorrat und seine Her-
kunft als gebrauchtes Material der Lichtwerbung aus dem öffentlich-ökonomisierten Raum. You&Me-isms wird damit
für einen leuchtenden Moment zum Kunstwerk der User, das erst in Zusammenhang von Kommunikation und Mate-
rial entsteht.
Die Erwartungen und Bedeutungszuweisungen der Besucher werden auf sie selbst und in ihren Wahrnehmungs-,
Begriffs- und Theorieapparat zurückgeworfen. Die Aktivitäten der Besuchenden als User sind nicht nur integraler
Teil dieses Prozesses, sondern conditio sine qua non.

 

“Die Arbeit des Bildenden- und Medienkünstlers Boris Petrovsky zeichnet sich insbesondere durch die Auseinander-

setzung und Frage nach der Konstruktion von Wirklichkeit und das Verhältnis von Bild, Materie und Sprache aus.

Der Künstler ist bekannt dafür, gewohnte Sehmuster zu unterlaufen und an Alltagsgrenzen zu stoßen“.

(aus dem ZKM-Mediagramm).

 

Ausführliche Fassung


Mediensystem

You&Me-isms ist ein eigenwilliges, künstlerisch-experimentelles Mediensystem im Zeitalter hochtechnisiert-indus-
trieller Kommunikationsmaschinen.
Es ist als Medium technisches Mittel, Wissensspeicher und soziales Interaktionsmittel und besitzt einen materiel-
len, sicht- und benutzbaren Zeichenvorrat.

Auf historische, analoge Technologien wie optische Telegrafen, Fernschreiber oder Anzeigemedien wie die Nixie-
Röhre rekurrierend, ist die Installation mit ihrer Leuchtzeichen-Matrix eine Art Cyberpunk-Kommunikationsmaschi-
ne mit offensichtlichen Eigenheiten, sie ist Licht-Schreibmaschine und im www publizistisches Instrument.


Wortschreibungs-Vorgang

In der Installation sind 440 gläserne Neonschriftzeichen zu einer etwa 50 Quadratmeter Leuchtzeichen-Matrix ver-
woben. Sie beinhaltet unterschiedliche Schrifttypen in verschiedenen Schriftgrößen als Majuskeln und Minuskeln,
ergänzt um Satz- und Sonderzeichen. Im äußeren, linken Bereich der Leuchtzeichen-Matrix benden sich besonders
große Majuskeln als “Initialen“. Als Initiale leuchtet ausschließlich der erste Buchstabe des ersten Wortes einer Bot-
schaft auf.
Zwischen den Leuchtzeichen befinden sich sichtbar für die Besucher die unzähligen Kabel und Vorschaltgeräte.
Dieser mehrschichtig verwobene, clusterartige 'Teppich' ist als alphanumerisches Display interaktiv bespielbar: Die
Besucher sind aufgefordert, als User über eine wortsprachliche Botschaft mit You&Me-isms zu interagieren. Auffor-
derungen und Bedienungsanweisungen werden am Ort der Installation über LED-Laufschriften, Monitore, Texttafeln
und Konzeptzettel kommuniziert, nach “außen“ über Flyer und Plakate und im Web über die Projekt-Website, den
Projektblog sowie Facebook.

Über sms und twitter oder auch über ein Eingabe-Terminal können die User ihre Botschaften mit bis zu 160 (sms)
bzw 140 Zeichen (twitter) in das System eingeben. In der Leuchtzeichen-Matrix wird ihre Botschaft dann durch das
sequentielle Aufleuchten entsprechender Leuchtzeichen abgespielt.
Mit dem Akt der 'Zuschreibung' über Botschaften verleihen die User dem Gewirr aus Material, Linien und Zeichen
buchstäblich Struktur und wortsprachlichen Sinn - oder Unsinn. Die Installation wird damit für einen leuchtenden
Moment zum Kunstwerk der User, das erst mit und durch Kommunikation entstehen kann.

Auf die abgespielte User-Botschaft in der Leuchtzeichen-Matrix folgt automatisiert eine 'Reply' als Reaktion aus
dem Web. Dazu wird die Botschaft vom Programm automatisiert in Suchmaschinen eingegeben und das (erste)
Ergebnis mit bis zu 160 Zeichen in der Leuchtzeichen-Matrix angezeigt.

Im Zusammenspiel von User-Botschaften und Web-Replies entstehen Textkombinationen quasi als 'Cyber-
Cadavre-Exqius'. Cadavre Exqius ist eine im Surrealismus entwickelte spielerische Methode, dem Zufall bei der
Entstehung von Bildern oder Sätzen Raum zu geben.
In Pausen zwischen User-Botschaften werden Newsfeed-Einspeisungen und archivierte Botschaften in der Leucht-
zeichen-Matrix abgespielt. Somit ergeben sich unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten zusammentreffen-
der, über You&Me-isms miteinander in Bezug gesetzter Kommunikationen bzw. intendierter oder zufälliger, kom-
munikativer Anschlusshandlungen.

Die Botschaften scheinen sich im Moment des Aufleuchtens in den Glasröhren der Neonzeichen zu 'inkorporieren',
bevor sie sich als die Lichterscheinung auflösen, der sie physikalisch entsprechen. Dennoch bleiben Spuren der In-
formationen erhalten: Alle eingegebenen Botschaften und ihre Web-Replies werden in einer Archiv-Datenbank ge-
speichert.
Auf der Projekt-Website (http://www.youandme-isms.net/isms) können die Botschaften im Archiv eingesehen, Stern-
bewertet und virtuell als Animation mit Sound abgespielt werden.
Auf der Website selbst können keine Botschaften in die Leuchtzeichen-Matrix eingegeben werden, das ist nur per
SMS oder twitter möglich.
Die Botschaften, die an den verschiedenen Orten der Installierung eingegeben wurden, werden auf der Website
projektweise archiviert.

Kontingenz

Die User können das visuelle Erscheinungsbild ihrer Botschaft nicht beeinflussen. Das Matrix-System variiert über
Zufallsgeneratoren in Echtzeit sämtliche Wort-Schreibe-Parameter wie Zeichentypen, Zeichengröße sowie Rhyth-
men und Orte des Aufleuchtens der Zeichen bei der Darstellung einer Botschaft. Dabei entstehen in der Matrix
stets veränderte Typografien als nicht vorhersehbare Szenen-Layouts in wechselnden Zeichen-Wort-Routen.
Die Zeichen können im Schreibvorgang auch nach links zurückspringen, nach oben oder unten und auch in die
Tiefe der sich überlagernden Leuchtzeichen.
Die offensichtlich nicht-linearen, unberechenbaren Zeichenprozesse in der Leuchtzeichen-Matrix weisen auf die
Kontingenz (medialer) Kommunikation und ihrer Zeichenprozesse.

Die Anzahl unterschiedlicher Wort-Routen und darüber entstehender Typografien ist durch Abhängigkeit der ver-
wendeten Zeichen einer Botschaft und durch den Zeichenvorrat in Anzahl und Positionen der Zeichen begrenzt.

Das Aufleuchten der Neonzeichen im Botschaften-Schreibvorgang wird rhythmisch unregelmäßig und zufällig bei
jedem Zeichen variiert. Auf diese Weise wird ein 'human touch' in den Schreibvorgang des Systems moduliert.

Das Setzen jeden Zeichens wird in seiner links-rechts-Position akustisch betont durch stereophone Begleitsounds
von gesampelten Kugelkopf-Schreibmaschinen, so dass die Ortung der aufleuchtenden Zeichen in der Matrix au-
diovisuell erfolgen kann.

Für Satz- und Sonderzeichen, Leerzeichen, Ziffern und Initialen gibt es jeweils eigene Aufleucht-Rhythmen/Pausen
und jeweils eigene Sounds.
Die synchron zum Aufleuchten abgespielten Sounds werden zusätzlich zum variierenden Aufleucht-Rhythmus
auch noch klanglich über zufallsgesteuert wechselnde Soundfiles variiert.

Sämtliche Parameter des Systems sind frei konfigurier- und einstellbar, auch die Zufallsraten. Das System wird so
den unterschiedlichen, situativen Kontexten angepasst und dient gleichzeitig zur Erprobung von Zeichenprozessen
und Wahrnehmungsvorgängen in der Leuchtzeichen-Matrix.


Leuchtzeichen-Matrix

Zentraler Bestandteil des Mediensystems You&Me-isms ist die Leuchtzeichen-Matrix als Anzeigemedium und -display,
das aus sichtbar gebrauchten Neonzeichen der Lichtwerbung des Öffentlichen Raumes besteht. Die gebrauchen Neon-
zeichen werden hier erneut in Kommunikationszusammenhänge 'eingeschleift', als Sample kontextuell recykelt, inter-
aktiv ge-remixt und als Assemblage partizipativ 'culture-gejammt'.
In expliziten Zeichenprozessen treffen die aufleuchtenden Zeichen- und Wortcluster in der Leuchtzeichen-Matrix als
aufblitzende Werbe-Lichtsignale mit 'erpressertypografisch' collagierten Botschaften gewissermaßen 'iconoclastisch'
aufeinander um sich als zerschießende Zeichenketten in Licht und grauweisse Linienmuster aufzulösen.

Die formale Erscheinung von You&Me-isms liegt zwischen Gebrauchs-Design und gebrochen-massenmedialem Spiele-
show-Styling, Retro-Futurismus und Cyberpunk, zwischen chaotisch-rhizomorphen Strukturen und technisch-funktio-
naler Ästhetik.


Neon

Neonlichtzeichen sind ein beinahe nostalgisch wirkendes Lichtmedium, das durch die LED vor dem Ende seiner ein-
stigen Größe steht.
Mit Neonlicht kulturell assoziiert ist die Lichtgestalt des metropolitanen Flaneurs und Dandys.

Als sublim-lichtgewordenes Zeichen des ökonomisch bestimmten (Stadt)Raumes und seinen Verheissungen model-
liert es einen psycho-sozialen Resonanzraum sich selbst erfüllender Prophezeiungen, in welchem es mit den Schat-
tenbbildern rückprojizierter Wünsche, Erwartungen und Sehnsüchte endlos umeinander schwingt.

Die Bestimmtheit und Fixiertheit, mit der Zeichen in der (visuellen) Kommunikation erscheinen, werden in der
Leuchtzeichen-Matrix durch die fragilen, im Fließen des Glases zu Form erstarrten Neonzeichen repräsentiert.
Die physisch 'manifeste' Präsenz der Neonzeichen wird über die User-Textbotschaften gewissermaßen interaktiv-
lichtelektrisch 'verflüssigt'.


Konstruktivistisches

Konzeptionell setzt sich You&Me-isms auseinander mit den konstituierenden, medial-kommunikativen Bedingun-
gen dessen, was gemeinhin Wirklichkeit genannt wird und in der westlichen Kultur auf dichteste Weise verknüpft
ist mit dem visuell Wahrnehmbaren und sensorisch-haptisch Erfassbaren.

Elektrisches Neonlicht ist hier exemplarisch ein immaterielles, signalgebendes und signaltragendes Medium das
als glasgeformtes Artefakt dennoch materialisiert erscheint. In der Matrix werden die Neonröhren für Beobachter
gewissermaßen zu solchen zwischen Material-, Zeichen- und Begriffswelt 'kommunizierenden Röhren'.
Mit dem Akt der 'Zuschreibung' von Botschaften verleihen die User dem Gewirr aus Linien buchstäblich Struktur und
wortsprachlichen Sinn - oder Unsinn. Die Installation wird damit für einen leuchtenden Moment zum Kunstwerk der
User, das erst in Zusammenhang von Material und Kommunikation entsteht und auf diese Weise zum ästhetischen
Gegenstand wird. Die Erwartungen und Bedeutungszuweisungen der Besucher an ein Kunstwerk werden anhand des
Systems auf sie selbst und in ihren Wahrnehmungs-, Begriffs- und Theorieapparat zurückgeworfen.
 Der Künstler ist
Moderator, Administrator, Konstrukteur hinter und gleichzeitig Fallensteller im System.


In You&Me-isms ist es ein augentastendes Sehen und Wahrnehmen, in dem Lesen zu einem Vorgang der Ortung von
Zeichen und des buchstabenweisen Zusammensetzens wird. Gewohnte Kommunikationsvorgänge werden erschwert,
verlangsamt und verkompliziert. Das Medium und seine Effekte tritt in den Vordergrund: Das Medium als Message
und Massage (McLuhan, The Medium is the Massage: An Inventory of Effects, 1967).

Hier werden in You&Me-isms gewissermaßen als Meta-Medium Vorgänge medialisierer Wirklichkeitskonstruktion the-
matisiert und als konstruktive Basis sozialer Prozesse in den Vordergrund gerückt, die an die Grenzen einer sprach-
lich verfassten Welt führen.

You&Me-isms bindet die Besuchenden ein in jenen Prozess, der von der passiven ästhetischen Degustation des Kom-
munikations- und Mediensystems Kunst aus direkt auf die Positionen des Radikalen Konstruktivismus hinzu führt:
In diesem spezifischen Erfahrungsraum sind die Aktionen, die Aktivitäten der Besuchenden nicht nur integraler Teil
dieses Prozesses, sondern sie sind conditio sine qua non.
Die Arbeit wirft mit den interaktiv für die User geöffneten Zu- und Einschreibungsschnittstellen das gleichermaßen
flüssig-flüchtige wie fragile Verhältnis von Form, Inhalt, Interpretation und Projektion auf die Rezipienten zurück –
als eigene, in jedem Moment neu zu formulierende Wirklichkeit, als zerrinnende und stets neu kristallisierende Be-
deutungen von Zeichen und Begriffen, ohne die die westliche, visuell verfasste Welt vielleicht in einer Art Agnosie
verharren würde und sich ihre Lichtbilder als 'chimärenhafte' lichtphysikalische, impulsartige Reflexe auslösende
Erscheinungen im Äther verlören.




English summery


Drawing from analogue technologies, such as optical telegraphs, telex machines and advertising media,

You&Me-isms is an idiosyncratic cyberpunk communication machine. 

Visitors are asked to interact as users with messages and arrange a seemingly 'chaotic' structure of matter

by their words and transforming it into personal (more or less) 'senseful' objects.

The medium becomes the message while the user-message becomes a measure for the distance between

matter and conception because and although it constructs the relation between matter and conception,

chaos and order as object in the same moment.

 

Their messages appear as an illuminated path of signs in the lightsign-matrix, where they cross over with

web replies and news feeds. The chaotic, complex network of 440 neon signs is literally attributed sense

(or nonsense) and lent an apparent structure. A confrontation with and inquiry into the construction of

reality characterizes the interactive installation project. In the installation 440 neonsigns are interwoven

to a 50 square metre, multi-layer 'carpet' which becomes for the users an interactive 'lightsign' matrix.

By sms and twitter or by special input terminals they can enter their messages up to 160 characters into

the system. Then in the lightsign- matrix the message is played by sequential lighting up of suitable

characters. About that, the users lend to the tangle from material, lines and characters to a literally

structure and word-linguistically sense. The installation becomes for user's message for a luminous

moment their piece of art which can originate only with and by communication.

Messages appear "materialising" but are a quickly resolving light phenomena in the neonsign matrix.

Still they remain saved: The user's messages are saved on the project-web page, can be seen, star-rated

and virtually simulated. Because all writingparametres (e.g., character choice, light-up rhythms) are

combined with random generators, the representation of a message on a real-time basis are varied by

the control system, there are no predictable layouts. Messages are written in varying character word routes

and typographies. The process occurs non-linear. The characters can switch in the writing process also to

the left, back to top or below and also in the depth of the overlapping neon signs. Lighting up the neon

characters in the message writing process is varied rhythmically irregularly and by chance with every

character.

"Human touch" in this manner it is modeled in the writing process of the system. Every character has

according to its right-left position an stereophonic accompanying, changing sounds of sampled ball head

typewriters, so that the detection of the lighting up characters can occur in the matrix audiovisually. The

expectations and meaning questions of the visitors to a piece of art as a part of the media system art are

thrown back by means of the system on themselves and in their perception, term and theory apparatus.

You&Me-isms binds the recipients in a process which leads from the passive aesthetic degustation directly

to the positions of Radical Constructivism: In this specific space of experience are the operations, the

activities of the visiting not only integral part of this process, but they are a sine qua non condition.